Angebote für Schulen & Lehrkräfte

In meiner beruflichen Doppelrolle als Lehrkraft und Heilpraktikerin für Psychotherapie biete ich spezielle Angebote für Lehrkräfte und Bildungseinrichtungen an: 

Fortbildungen

Schule ist heute mehr denn je ein Ort, an dem psychosozialer Stress sichtbar wird. Lehrkräfte stehen täglich vor der Herausforderung, Lernprozesse zu gestalten, Beziehung zu halten und gleichzeitig mit hoher Belastung umzugehen – oft ohne ausreichende strukturelle Unterstützung.

In meinen Fortbildungen verbinde ich aktuelle Erkenntnisse aus Psychotherapie, Neurobiologie und Pädagogik mit meiner langjährigen Erfahrung als Lehrerin. Ziel ist keine „Therapie im Klassenzimmer“, sondern eine fundierte, entlastende Perspektive auf Lernen, Verhalten und Beziehung.

Die Angebote richten sich an Schulen, die Lernen und psychische Gesundheit nicht gegeneinander ausspielen wollen – sondern gemeinsam denken.

Coachung & Psychotherapie

Der Lehrberuf fordert viel – emotional, mental und oft auch körperlich. Viele Lehrkräfte funktionieren lange über ihre Grenzen hinaus, bevor sie sich Unterstützung erlauben. In meiner Praxis begleite ich Lehrkräfte psychotherapeutisch und im Coaching dabei,

  • mit Stress und Überforderung umzugehen,
  • belastende Erfahrungen zu verarbeiten,
  • innere Sicherheit und Handlungsspielräume zurückzugewinnen.

Die Begleitung erfolgt außerhalb des Kassensystems, ist vollständig vertraulich und hat keine Auswirkungen auf eine mögliche oder bestehende Verbeamtung.

Kooperationen

Psychische Gesundheit ist kein individuelles „Zusatzthema“, sondern eine systemische Aufgabe. 

Im Rahmen von Kooperationen biete ich Schulen die Möglichkeit, Lehrkräften anonym und niedrigschwellig psychotherapeutische Unterstützung zur Verfügung zu stellen.

Das Modell ist einfach:
Lehrkräfte melden sich selbstständig bei mir, die Inhalte bleiben vertraulich, die Schule erhält lediglich eine Abrechnung über die in Anspruch genommenen Stunden.

So entsteht echte Prävention – ohne Stigmatisierung, ohne Bürokratie, ohne Offenlegung persönlicher Themen.

Fortbildungen

Zielgruppe

  • Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte
  • Schulsozialarbeit
  • Schulleitungen / Steuergruppen

Formate

  • Impulsvortrag (90–120 Min): 400€
  • Halbtages-Fortbildung (3–4 Zeitstunden): 800€
  • Ganztags-Fortbildung (6–7 Zeitstunden): 1.400€
  • ggf. Follow-up (nach 6–8 Wochen): 400€

Die Prüfungscoachings werden im Rahmen meiner Tätigkeit als Dozentin im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung erbracht. Gemäß § 4 Nr. 21 a) bb) UStG sind diese Unterrichtsleistungen von der Erhebung der Umsatzsteuer befreit. Ein Ausweis von Umsatzsteuer erfolgt daher nicht.
 

Fortbildung 1

„Sicherheit in der Schule – Lernen zwischen Co-Regulation und Selbstregulation“

  • Stress- und Nervensysteme verstehen (Stresstoleranzfenster, Polyvagaltheorie)
  • Warum Lernen zustandsabhängig ist
  • Co-Regulation als Voraussetzung von Selbstregulation
  • Praktische schulische Beispiele (Unterricht, Pausen, Konflikte)
  • Konkrete, alltagstaugliche Interventionen für den Klassenraum

Fortbildung 2

„Beziehung wirksam gestalten – Grundlagen der GFK & schülerzentrierte Gesprächsführung“

  • Beziehung als effizienter Wirkfaktor
  • Sprache als Regulationsinstrument
  • Gewaltfreie Kommunikation im Schulalltag (jenseits von „Konfliktgesprächen“)
  • Validieren ohne zu bagatellisieren
  • Grenzen setzen ohne Beschämung

 

Fortbildung 3

„Gesund bleiben im Lehrberuf – Selbstregulation, Grenzen & Selbstfürsorge“

  • Chronischer Stress im Lehrberuf – neurobiologisch erklärt
  • Warnsignale von Überlastung
  • Eigene Stressmuster erkennen
  • Praktische Mikro-Interventionen für den Schulalltag
  • Abgrenzung ohne Schuldgefühle

 

„Lehrkräfte können kein regulierender Faktor sein, wenn sie selbst dauerhaft überlastet sind.“

Coaching- & Therapie für Lehrkräfte

(verbeamtungsneutral · vertraulich · individuell)

  • Kein Krankenkassensystem
  • Keine Meldung an Dienstherren
  • Volle Vertraulichkeit
  • Als Coaching zur Resilienzsteigerung und Stressprävention steuerlich absetzbar

Angebot A

Einzelcoaching / psychotherapeutische Begleitung für Lehrkräfte

Themen

  • Stress, Erschöpfung, emotionale Überforderung
  • Konflikte im Kollegium oder mit Klassen
  • Abgrenzung, Schuldgefühle, Perfektionismus
  • Verarbeitung belastender Schulsituationen

Rahmen

  • 50 oder 90 Minuten
  • Präsenz oder online

Die Kosten richten sich nach den üblichen Stundensätzen meiner Coaching- bzw. Psychotherapieangebote.

Angebot B

Kooperation mit Schulen und Trägern zum Gesundheitsmanagement

Modell

  • Ihre Schule / Ihr Träger schließt einen Kooperationsvertrag mit meiner Praxis
  • Lehrkräfte melden sich (auf Wunsch auch anonym) bei mir
  • Ich gebe nur die Anzahl der Termine, keine Inhalte weiter
  • Die Abrechnung erfolgt gesammelt

Paket-Angebote

  • 20 Sitzungen / Schuljahr → z. B. 2.000 €
  • 40 Sitzungen / Schuljahr → z. B. 3.800 €
  • 60 Sitzungen / Schuljahr → z. B. 5.500 €




Zum Weiterlesen...

So arbeite ich zwischen Psychotherapie und Schule

Was Schule und Psychotherapie voneinander lernen können

Als Lehrerin und Heilpraktikerin für Psychotherapie bewege ich mich seit vielen Jahren zwischen zwei Welten: dem Klassenzimmer und der psychotherapeutischen Praxis. Und immer wieder staune ich darüber, wie ähnlich sich die zentralen Wirkmechanismen beider Systeme sind – und wie selten diese Überschneidungen bislang bewusst zusammengeführt werden. Dabei arbeiten Schule und Psychotherapie im Kern an derselben Aufgabe:

 

Menschen in ihrer Entwicklung begleiten

Und doch stehen Schule und Psychotherapie häufig unverbunden nebeneinander: mit unterschiedlichen Sprachen, Zuständigkeiten und Logiken – obwohl sie sich an entscheidenden Punkten erstaunlich nahe sind.

 

Lernen ist Veränderung – was Psychotherapie von Didaktik lernen kann

 

Wenn wir Psychotherapie als einen Prozess verstehen, der Entwicklung ermöglicht, dann sprechen wir im Kern über Lernen. Alte Muster werden hinterfragt, neue Erfahrungen gemacht, neue Handlungsspielräume eingeübt. 

 

Möglich wird das durch Neuroplastizität – die Fähigkeit unseres Gehirns, sich lebenslang zu verändern.

Warum Beziehung, Sicherheit & Neurobiologie über Lernen & Entwicklung entscheiden

Grawe beschrieb psychische Veränderung als einen aktiven Prozess, bei dem neue Erfahrungen emotional bedeutsam sein müssen, um integriert zu werden. Lernen geschieht nicht abstrakt, sondern erlebnis- und kontextgebunden. 

 

Und dennoch wird Psychotherapie vielerorts noch stark als Gesprächsprozess verstanden – mit einem Fokus auf Einsicht, Sprache und kognitive Reflexion.

Hier lohnt der Blick in die Didaktik: Schule hat über Jahrzehnte ein breites Repertoire an Lernzugängen entwickelt, um unterschiedliche Lernkanäle zu erreichen. 

 

Lernen mit Bewegung, über Bilder, Kreativität, Wiederholung, soziale Interaktion oder emotionale Beteiligung sind dort längst bekannt. 

Beide Systeme begegnen heute Menschen, die unter wachsendem psychosozialem Stress stehen – immer früher, immer komplexer. Zunehmende emotionale Belastungen, sinkende Frustrationstoleranz, Erschöpfung und psychische Erkrankungen betreffen nicht nur einzelne Kinder oder Klient:innen, sondern ganze Systeme. 

Neurobiologisch betrachtet wirken all diese Methoden deshalb, weil sie Erfahrung, Emotion, Körper und Wiederholung miteinander verbinden – genau jene Faktoren, die stabile neuronale Verschaltungen ermöglichen.

 

Gerade bei tief verankerten Beziehungsmustern, frühen Prägungen oder traumabezogenen Themen stößt ein rein kognitiver „Top-down“-Zugang schnell an seine Grenzen. 

 

Der Körper, das implizite Gedächtnis und nonverbale Erfahrungsräume spielen hier eine zentrale Rolle. Systemische Aufstellungen, körperorientierte Interventionen, imaginative Verfahren, kreative Methoden oder hypnosystemische Ansätze sind aus didaktischer Perspektive keine Alternativen, sondern notwendige Ergänzungen.

Wenn Psychotherapie Lernen nicht nur als Einsicht, sondern als gestaltbaren Lernprozess versteht – und Schule Lernen nicht nur als Wissensvermittlung, sondern als innere Veränderung –, entsteht ein fruchtbarer Dialog

Warum ohne Sicherheit 
kein Lernen möglich ist

Lernen setzt mehr voraus als Motivation oder gute Methoden. Es setzt ein reguliertes Nervensystem voraus. 

Diese Erkenntnis stammt aus der Psychotraumatologie und Neurobiologie – und gewinnt angesichts steigender psychosozialer Belastungen zunehmend an Bedeutung für Schule und Bildung.

Das Stresstoleranzfenster beschreibt den Bereich, in dem Lernen, Integration und Reflexion überhaupt möglich sind. Gerät ein Mensch in Über- oder Untererregung, verschiebt sich der Fokus des Nervensystems von Entwicklung auf Überleben. In diesem Zustand ist Lernen – selbst bei größter Anstrengung – kaum möglich.

Für viele Schüler:innen ist Schule heute ein hochaktivierender Raum: Leistungsdruck, permanente Bewertung, soziale Vergleiche, Zeitmangel und emotionale Unsicherheiten wirken nicht isoliert, sondern kumulativ. 

Besonders für Kinder und Jugendliche mit erhöhter Stressvulnerabilität kann Schule so ungewollt zum chronischen Stressor werden.

Die Polyvagaltheorie macht deutlich: 

Sicherheit entsteht nicht primär kognitiv, sondern neurobiologisch. Das Nervensystem fragt ununterbrochen: 

Bin ich hier sicher?

Antworten darauf entstehen durch Tonfall, Mimik, Blickkontakt, Verlässlichkeit, Beziehungserfahrungen und Atmosphäre. 

Nicht nur was vermittelt wird, ist entscheidend – sondern wie, von wem und in welchem emotionalen Kontext.

Beziehung: der stärkste Wirkfaktor in beiden Systemen

Lernen und Veränderung beginnen selten mit Inhalten.   Sie beginnen mit Beziehung.

John Hattie konnte in seiner Metaanalyse zeigen, dass die Qualität der Lehrer-Schüler-Beziehung einen erheblichen Einfluss auf den Lernerfolg hat – stärker als viele didaktische Einzelmaßnahmen. Parallel dazu zeigt die Psychotherapieforschung seit Jahrzehnten: Die therapeutische Beziehung gehört zu den wirksamsten Faktoren psychischer Veränderung.

Neurobiologisch betrachtet ist Beziehung ein zentraler Regulationsfaktor. Erst wenn sich ein Mensch emotional sicher fühlt, können neue Informationen verarbeitet, verknüpft und integriert werden. Beziehung ist damit kein „weicher Faktor“, sondern die Grundlage von Lernen, Entwicklung und psychischer Gesundheit.

Gerade der Zugang zu inneren Themen erfordert Sicherheit – sowohl in der Beziehung zur anderen Person als auch in der Beziehung zu sich selbst.

Eine weitere hilfreiche Perspektive eröffnet das didaktische Dreieck: Lehrkraft – Lernende – Lerngegenstand. Übertragen auf die Psychotherapie bedeutet das: Therapeut:in – Klient:in – Thema stehen in einer wechselseitigen Beziehung. 

Warum Haltung statt Methoden zählt

Wenn Unterricht eskaliert, wird oft nach Methoden gesucht. Doch aus psychotherapeutischer Sicht zeigt sich immer wieder: Haltung geht vor Methode.

Sprache wirkt. Sie kann regulieren oder eskalieren, Beziehung öffnen oder verschließen. Ansätze wie die Gewaltfreie Kommunikation oder ein systemischer Blick sind keine „Extras“, sondern hochwirksame Beziehungswerkzeuge. Beobachtung statt Bewertung, das Benennen von Gefühlen und Bedürfnissen sowie das Setzen klarer, respektvoller Grenzen stärken Sicherheit und Beziehung – und damit Lernfähigkeit.

Ein systemischer Blick hilft zudem, Verhalten nicht zu individualisieren, sondern im Kontext zu verstehen. 

Ein „schwieriger Schüler“ ist selten ein isoliertes Problem, sondern oft Ausdruck eines belasteten Systems. Verantwortung wird so nicht abgeschoben, sondern geteilt – im Sinne von Verstehen statt Schuld.

Lehrkräfte wirken – ob sie wollen oder nicht – regulierend auf das emotionale Klima. 

Ihre eigene Stressregulation, Haltung und Präsenz übertragen sich direkt auf die Lernenden. Ein gestresstes System kann kein anderes System regulieren. Genau hier zeigt sich die Notwendigkeit, auch Lehrkräfte systematisch zu entlasten und zu unterstützen.

Brücken bauen zwischen Praxis und System

Schule und Psychotherapie stehen heute vor einer gemeinsamen Herausforderung: 

Sie arbeiten mit Menschen unter hohem psychosozialem Druck – und oft unter schwierigen strukturellen Bedingungen. 

Was es braucht, sind nicht noch mehr Programme, sondern:

Räume, in denen Sicherheit spürbar ist

Erwachsene, die Beziehung gestalten können

Systeme, die Stress verstehen – nicht nur verwalten

Aus meiner eigenen beruflichen Biografie heraus erlebe ich immer wieder, wie kraftvoll die Verbindung beider Welten sein kann. 

In meiner Praxis begleite ich Menschen dabei, innere Sicherheit (wieder) zu finden und neue Handlungsspielräume zu entwickeln. Gleichzeitig arbeite ich mit Schulen zusammen, um diese Erkenntnisse auch systemisch wirksam werden zu lassen – durch Fortbildungen, Supervisionen und Workshops.

Nicht als „Therapie im Klassenzimmer“, sondern als fundierte, traumasensible Bildungsarbeit.

Dieser Beitrag versteht sich nicht als fertiges Konzept, sondern als Einladung: zum Weiterdenken, zum Vernetzen, zum Perspektivwechsel. Vielleicht liegt die Zukunft von Bildung nicht allein in neuen Lehrplänen – sondern in einem tieferen Verständnis des Menschen, der lernt, und des Menschen, der lehrt.

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